Stefanie Wyss | Arroganz gegenüber der CVP
Einmal mehr wird der sonst sachpolitische Sommer von linker und unbegründeter Polemik gestört. Stefanie Wyss tritt zum zweiten Wahlgang für die Stadtluzerner Exekutive an und vertritt jene linke Gemeinschaft, welche bis heute nicht wahrhaben kann, dass Luzern klar bürgerlich ist und dies auch bleiben wird.
Stefanie Wyss hat nach dem ersten Wahlgang auf eine Kandidatur für den letzten freien Sitz verzichtet, was nicht nur parteipolitisch sondern vielmehr für ihre eigene Karriere empfehlenswert war. Mit Ruedi Meier und Ursula Stämmer sind beide linken Kandidaten wiedergewählt worden und aufgrund der Wahlresultate der Legislative (Grossstadtrat) gab es keinerlei Anspruch für die Linken, geschweige denn die Grünen, einen weiteren Sitz anzustreben. Denn mit Stefan Roth hat die CVP nicht nur den besten Kandidaten aller nicht gewählten Bewerber, sondern aufgrund des Wähleranteils einen unbestrittenen Anspruch auf den freien Sitz.
Nun hat es sich Stefanie Wyss anders überlegt, denn durch die gutgeheissene Stimmrechtsbeschwerde öffnet sich die Möglichkeit, als lachende Dritte dazustehen und danach ein Amt anzutreten, für welches sie, abgesehen von der fehlenden Erfahrung und des nicht vorhandenen Leistungsausweises, absolut motiviert und voller Tatendrang ist.

Stefan Roth | Der neue Stadtrat?
In einer Zeit von Beratungen, Consulting-Unternehmen und der minutiösen Planung des eigenen Werdegangs gibt es tatsächlich noch junge Frauen welche ihre Karriere „zugunsten der Frauen und Jungen“ frühzeitig an den Nagel hängen und sie gegen Arroganz und Realitätsverlust eintauschen. Aufgrund dessen, dass sich für Frau Wyss durch die Stimmrechtsbeschwerde nichts geändert hat und die Grünen gegenüber der CVP nach wie vor keinen Sitzanspruch geltend machen können, scheint mir die plötzliche Meinungsänderung willkürlich bis unüberlegt.
Für die Jungen und die Frauen“ möchte Stefanie Wyss einstehen, ich jedenfalls fühle mich nicht angesprochen, geschweige denn vertreten. Denn durch solche Aktionen bewirkt man exakt das Gegenteil. Eine einzelne Person nimmt sich die Freiheit/Frechheit die Vertretung eines grossen Teils Luzerns an sich zu reissen und stellt diese durch ihr Streben nach Macht ins Abseits.
Ich jedenfalls glaube an viele junge und noch mehr Frauen welche vernünftige und zukunftsgerichtete Politik betreiben, welche bei wichtigen Positionen selbstkritisch urteilen und allenfalls erfahrenen Personen den Vortritt lassen und welche die Realität sehen und einzuschätzen vermögen.
Stefan Roth hat mit Stefanie Wyss seine erste „Konkurrentin“ und der Wahlkrimi ist lanciert. Finanzfachmann, Familienvater, Oberst und Gemeinderat (um nur einige Dinge zu nennen) gegen Maturandin!
Haben Sie beim Lesen gerade geschmunzelt? Hätte ja sein können!
Das Video übrigens ist auf YouTube frei verfügbar und wirbt gegen Offroader. Eine Möglichkeit für den Wähler, eine „mögliche“ Finanzdirektorin in Aktion zu sehen!



auge um auge, zahn um zahn?
und sich dann über „juso-polemik“ aufregen, weil diese ein ebensolches, öffentliches wahlvideo mutmasslich ins netz gestellt hat. ich bitte dich.
zudem ist dieser 2. wahlgang keine „frechheit, (…)“,noch „streben nach macht“. würdest du die kandidatin fragen, was sie damit bezwecken will, die antwort wäre eine andere, eine plausible.
weder definiert sich demokratie durch anpassen und nachgeben, noch muss politik immer und zu jeder zeit wirtschaftlich effizient sein, wie du das letzthin erwähntest, stichwort kosten tiefhalten. da geht es um etwas grundlegendes; dann nämlich wenn sich politik der wirtschaftlichen vernunft, also der gewinn maximierung, unterwerfen soll, ist sie zweckentfremdet. daher finde ich das argument des kostensparens relativ unsinnig.
wenn schon kritik, dann ein bisschen mehr. mehr objektivität. ansonsten finde ich deine texte ansprechend.
gruss
Was hat denn dieser hippe CVP-Schönwetterkapitän bis jetzt für Luzern gemacht? Ausser schrille Krawatten zu tragen und mit einer schrillen Digitaluhr im Zweireiher herum zu latschen, wohl vor allem eines: Gar nichts!