Studenten mit Selbstmitleid
- Was passiert, wenn man einem Studenten in seinem Studium Freiheiten gibt? Er wird gemütlich bis faul und geniesst die Freiheit.
- Was passiert, wenn man diese Freiheit (aufgrund gemachter Erfahrungen) wieder einschränkt? Der Student protestiert (aus Selbstmitleid)
Dieser Kurztext trifft auf einen Bruchteil der Schweizer Studenten zu, welche durchaus als “Die Zukunft der Linken in der Schweiz” beschrieben werden können.
- “Man sollte die Präsenzzeiten ganz abschaffen, dass man anstatt in der UNI anwesend zu sein, Nebenjobs nachgehen kann.”
- “Ich weiss eigentlich gar nicht um was es hier geht. Man macht halt einfach mit!”
Aussagen von der “Bildungselite” unseres Landes, Studenten der Universität Zürich!
Das Bolognasystem hat den Vorteil des Austauschs unter den Universitäten, fördert ein effizientes und dichtes Studium und beugt “ewigen Studenten” vor. Was in der Schule und der Oberstufe als normal anerkannt wird, soll an der Universität absurd, mühsam und ungerecht sein. Das Hauptargument dabei:
“Man muss arbeiten, dass man die Studiengebühren bezahlen kann.”
(Um die Studiengebühren (Annahme 700.00 CHF) zu finanzieren, bedarf es ca. einer Woche Arbeit. Bei den aktuellen Studien- und Präsenzzeiten von um die 24 Wochen, sollte dieser Bedarf (ein Jahr hat 52 Wochen) gedeckt werden können)
Selbstverständlich hat das Bologna-System noch diverse Mängel und kann verbessert werden, doch ist es absolut unüberlegt, ein System kippen zu wollen nur weil es der eigenen Vorstellung eines “gemütlichen Studentenlebens” nicht vollumfänglich gerecht wird.
Hiermit warne ich sämtliche “Protest-Studenten” vor dem Gang in die Realität.
- 42-Stunden-Woche
- Klare Präsenzzeiten
- Täglicher Erwartungsdruck
- Beschränkte oder “nicht-vorhandene” Eigenwahl der Arbeit
- usw.
Wie arrogant, abgehoben und faul müssen diese Forderungen für einen einfachen Arbeiter tönen?

