“Jeder Rappen zählt!” | Staatsfernsehen vs. Malaria

Nik Hartmann und ein Mtglied der Lovebugs im "Spendenstudio" | Wann kommt die Heiligsprechung für den "Top-bezahlten Einsatz gegen Malaria." ?
Von Finanzkrise keine Spur. Herr und Frau Schweizer genügen drei Radiomoderatoren, einige Kameras und Musik im Stile einer “Endlosschleife” und man spendet.
Man hat fast das Gefühl, dem Schweizer Fernsehen sind die Ideen ende Jahr ausgegangen, denn diese Woche wird das Publikum täglich von 06.00 – 17.00 Uhr mit Radio in einer Glasbox, Moderatoren am “Töggelichaschte”, haufenweise (Cervelat-) Prominenz und dauernden Spendeaufrufen abgestraft. Im Stile von Big-Brother begnügt sich das Staatsfernsehen mit einigen Standkameras und wechselt zwischen Studio und Bundesplatz. Es entsteht der Eindruck, die Crew von SF2 verweile in den Ferien.
Die Idee und der Zweck wären gut. Spenden sammeln für die Malaria-Bekämpfung in einem wohlhabenden Land macht durchaus Sinn. Die Umsetzung dagegen ermöglicht es mit jenen Polizei- und Sicherheitsbeamten mitzufühlen, welche den ganzen Tag vor Überwachungskameras sitzen und Standbilder konsumieren.
Die Slogans “Diese Woche machen wir die (gutbezahlten) DRS3-Moderatoren berühmt.” oder “Staatliche Geduldsprobe live auf SF2″ würden der Sendung eher gerecht als der vielversprechende, spannende Titel “Jeder Rappen zählt!”
- Der Steuerzahler subventioniert das Fernsehen.
- Dieses schafft eine Plattform für “Prominente”, Moderatoren und Sponsoren…
- …und der Steuerzahler spendet und bezahlt dabei auch gleich die Mehrkosten mit einer Spende gegen Malaria (pro SMS für 2.50 gehen nur 2.00 an die Malaria-Organisationen…)
Wie sagte nochmals Einstein?
Die Dummheit der Menschen und das Universum sind unendlich…..
…obwohl ich mir beim Universum nicht so ganz sicher bin!
