Der Nutzen muss entscheiden, nicht die Lust!

Der Nutzen einer Fusion ist noch lange nicht bewiesen.

Die Stadt wird grösser, inwiefern dagegen der Nutzen steigt, wird sich zeigen! Aus Littau wird Luzern, aus 60’000 neu 76’000 Einwohner, die Strassenschilder ändern und der Alltag Littau’s wird städtischer. Und schon sind die effektiven und offensichtlichen Fakten auf dem Tisch.

Inwiefern dagegen der Nutzen steigt, wird sich zeigen.

Fusionen sind attraktiv, insbesondere für den grösseren und stärkeren Verhandlungspartner. Denn für ihn ändert sich wenig bis gar nichts, was man am Desinteresse der Luzerner Bevölkerung für die aktuelle Fusion mit Littau ablesen kann. Auch die Lust ist schnell da, denn als Politiker kann man sich bei der eigenen Bevölkerung profilieren.  Für den Kleineren dagegen, ist es ein grosser Schritt, welcher gefeiert und später hoffentlich nicht bedauert wird. Um eine Fusion „einen Erfolg“ nennen zu können, müssen aus meiner Sicht diverse Kriterien erfüllt sein, wobei das Hauptkriterium „tiefere Kosten“ sein muss.

Spart man mit einer Fusion kein Verwaltungspersonal und keine Kosten, dann wird sich diese kaum lohnen!

Bei Luzern und Littau wird es sich zeigen, ob es der Politik und insbesondere der Verwaltung gelingt, den Verwaltungsapparat schmal zu halten.

Bevor dieses und weitere Kriterien nicht klar ersichtlich sind, erübrigen sich weitere Fusionsverhandlungen!

Comments
3 Responses to “Der Nutzen muss entscheiden, nicht die Lust!”
  1. Baser Oscar sagt:

    Das sind heuchlerische Worte einer Führungs-Person der Partei die mit der „Brechstange“ die Fusion erzwungen hat. Und zwar zum Teil mit „besonderen Vorkommnissen“ Ihr Präsident Herr Dr. Wicki weiss bestens Bescheid. Für Littau steht heute schon fest, dass die Fusion ein Flop ist. Das sehen selbst die meisten Fusionisten ein. Auch weiss das Volk heute, wer wen angelogen hat. Wie gesagt, ihre Aeusserungen sind deplaziert, überaschen mich aber nicht, habe nämlich mit Mitgliedern ihrer Partei diesbezüglich schon vieles erlebt.Sie werden sich sicher freuen in einem auf Grösse und Macht ausgerichteten Luzern leben und politisieren zu können. Für mich zählt halt Qualität mehr als Quantität.

    Trotzdem wünsche ich Ihnen für das 2010 viel Glück und persönliches Wohlergehen.

    Freundliche Neujahrsgrüsse
    Oscar Blaser, Mitglied der weiterhin selbständigen SVP- OP LITTAU

    • Maurus Zeier sagt:

      Geschätzter Herr Blaser, vielen Dank für Ihren Beitrag, gerne nehme ich dazu kurz Stellung:

      Als Präsident der Jungfreisinnigen Stadt Luzern und Führungsperson der nationalen Jungfreisinnigen, sitze ich öfters im jungen Boot, weshalb ich mich nicht als Führungsperson der FDP sehe, respektive im Kampf der Fusionsabstimmung überhaupt keine Rolle gespielt habe. Deshalb erachte ich meinen Beitrag vielmehr als kritisch und objektiv als heuchlerisch. Dass für die Gemeinde Littau heute bereits klar ist, dass die Fusion ein Flop ist, glaube ich dagegen in keiner Weise. Littau kann sehr wohl davon profitieren, doch wie bereits gesagt, ist es aktuell zu früh, um dies fundiert beurteilen zu können.

      Wichtig ist jedoch, dass man nun mit weiteren Fusionsbestrebungen vorsichtig ist und die Partnerschaft Luzern Littau sauber untersucht. Da wären allenfalls auch externe Untersuchungen vorteilhafter als Untersuchungen von jenen, welche für die Fusion gekämpft haben.

      Auch ich wünsche Ihnen ein politisches 2010 und freue mich, dass Sie meinen Blog lesen! Auf maurus-zeier.ch haben alle Meinungen platz, denn so spielt die Politik.

      Li(e)berale Grüsse

      Maurus Zeier
      Präsident JF-Stadt Luzern

  2. Jean-Pascal Ammann sagt:

    Hallo Maurus

    Ich gratuliere dir zu deinem starken Leserbrief. Er ist sehr treffend formuliert und widerspiegelt auch meine Ansichten bezüglich weiteren Fusionen in der Stadtregion.

    Es ist toll, wie aktiv ihr in der Stadt seid und der Beitrag von Herrn Blaser zeigt, welch grossen Respekt man den Jungparteien zollt. Zu Recht werden wir endlich als DIE Führungspersonen wahrgenommen. Schliesslich betrachten wir politische Probleme differenziert und nicht voller böser Ängste. Wir gehen Probleme offen an und (ver)urteilen nicht im Voraus. Es versteht sich daher von selbst, dass wir erst über die Fusion urteilen werden, wenn ihre Folgen sichtbar sind.

    Freundliche Grüsse

    Jean-Pascal Ammann
    JCVP Kanton Luzern

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