Rufmord ist auch „Mord“

  • Für die Postangestellten sei es eine Erleichterung.
  • Nun müsse bei der Post Ruhe einkehren.
  • Die peinliche Situation sei nun zu Ende.

Bild: NZZ

Dies alles sind Reaktionen von der GeKo (Gewerkschaft Kommunikation) auf den Rücktritt von Claude Béglé als Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Post. Gezielte PR-Strategien, eine nationale Medienschlacht, Rücktritte aus dem Verwaltungsrat und dies stets mit dem gleichen Ziel: Claude Béglé, VRP der Post

Dass Claude Béglé Fehler begangen hat mag sein, dass seine Art zu forsch und zu offensiv war ebenfalls, ob dies aber Grund genug ist, medialer Rufmord zu begehen, welcher der Sache in keiner Weise dient, bleibt zu bezweifeln. Ähnlich dem Bankensektor wäre es allenfalls Zeit, die „Ethik- und Moraldiskussion“ auf die Medien auszubreiten.

Das Ziel ist nun erreicht, die offenen Fragen bleiben, denn anders als viele Chefbeamte kam Béglé aus der Privatwirtschaft, hatte Ideen und war überzeugt, diese mehrheitsfähig zu machen und umzusetzen. Eine atypische Erscheinung in einer Welt voller Harmonie, welche in der Verwaltung (nicht zwingend negativ gemeint) vorherrschend ist.

CVP-Chef Darbellay bringt es auf den Punkt: „Eine Hasskampagne auf tiefstem Niveau“

Haben wir es nötig, neue Ideen mit öffentlichen und persönlichen Kampagnen abzuwehren? Ich glaube nicht, denn insbesondere bei der Post sind neue Ideen und Lösungen für die Zukunft absolute Mangelware.Und schliesslich gäbe es ja noch das Mittel der „konstruktiven Diskussionen (auf hohem Niveau)“….

Personen welche den „Seelenfrieden“ mit neuen Ideen stören, können abgesetzt werden. Allerdings verschwinden dadurch die Probleme nicht, sie könnten sich gar vergrössern!

Einen Kommentar hinterlassen

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>