Abzocker-Initiative würde nichts bewirken…
Der Vergütungsbericht der Credit-Suisse, nach welchem die Topkader über 148 Mio. Lohn erhalten soll, ist jenseits jeglicher Realität. Allerdings würde auch in diesem Fall die Abzocker-Initiative von Thomas Minder keine Verbesserungen bringen.
- Soll man einem privaten Unternehmen die Löhne zu definieren versuchen?
- Die Aktionäre über die Medien beeinflussen?
Ich bin der Meinung, dass man dies nicht soll. Privat bleibt privat und die Aktionäre der Credit Suisse haben es in der Hand, den Vergütungsbericht allenfalls abzulehnen (was ich jedoch bezweifle).
Interessant ist allerdings die Frage, ob denn die vielgelobte Abzocker-Initiative in diesem Fall neue Möglichkeiten bieten würde…?
Doch auch hier ist die Antwort NEIN! Man könnte argumentieren, dass durch die Abschaffung des Depotstimmrechts “Ablehnungsmanöver” einfacher würden, was wiederum weder logisch noch demokratisch ist. Betrachtet man die Abzocker-Initiative sieht man sehr schnell, dass sie in Sachen Bonuszahlungen nichts zu bieten hat. Einzige Möglichkeit bleibt, die Gesamtsumme der Vergütungen abzulehnen, was jedoch bereits heute möglich ist.
Dort wo der Hund begraben ist und die Volksseele aufschreit, die Exzesse stattfinden und der Bürger empört ist….genau dort hat die Abzocker-Initiative keinerlei Lösungen. Stattdessen sollen Aktionärsrechte gestärkt und so dem einzelnen Kleinaktionär die Macht auf dem Silbertablett serviert werden!

Bin gleicher Meinung. Die Abzockerinitiative kann hohe Boni nicht verhindern und schadet höchstens dem Wirtschaftsstandort Schweiz. Ich lehne sie deshalb ebenfalls ab.