Das Bundesgericht hat sich verpokert!
Wenn du nach 30 Minuten am Pokertisch nicht gemerkt hast, wer über den Tisch gezogen wird, solltest du aufhören zu spielen!
Ein Grundsatz mit welchem das Bundesgericht im Frühjahr 2010 gut beraten gewesen wären. Dann nämlich als das unnötige Pokerverbot Tatsache wurde. Das Verbot bewirkte einen Auswuchs an illegalen Turnieren und eine unkontrollierbare Zone illegalen Glücksspiels.
Dass Poker kein Glücksspiel nach herkömmlicher Definition ist, zeigen Spieler, welche sich kontinuierlich an der Weltspitze halten. Es ist weder reines Glück noch reines Können sondern eine Kombination daraus gefragt. Wie dies übrigens in den meisten Sportarten der Fall ist. Dass man Poker jedoch als Glücksspiel definiert und damit nur noch in Casinos zulässt ist absurd.
- Darf ein Mensch sein eigenes Geld verpokern?
- Dürfen erwachsene und mündige Menschen um Geld spielen?
Klar dürfen sie, denn es liegt in ihrer persönlichen Freiheit. Und solange es sich nicht um lupenreine Glücksspiele handelt, haben sie ein Recht darauf, dies auch in privatem Rahmen ausüben zu dürfen. Nun ist der Schlamassel perfekt. Auch wenn die Quellen wage sind, wird alleine im Kanton Luzern von täglich stattfindenden illegalen Turnieren gesprochen. Die Polizei, welche sich der Sache annehmen müsste, scheint wie der Esel am Berg. Denn die Grauzonen und Vertuschungsmanöver sind unkontrollierbar.
Das Pokerverbot muss rückgängig gemacht und damit die Freiheit der Spieler ermöglicht werden. Ist ein Gesetz nicht zwingend notwendig, sollte man dieses auf keinen Fall einführen.

Stimme völlig überein mit dem Artikel. Was mir aber noch wichtig scheint ist der folgende Hinweis: “Nicht öffentliche “Texas Hold’em”-Pokerspiele im Freundes- oder Familienkreis bleiben zulässig.” welcher in der Medienmitteilung zu finden ist: http://www.beobachter.ch/fileadmin/dateien/bilder-editionen/2010/11/Poker.pdf
Denn viele denken, dass Pokern allgemein verboten wurde, aber dies ist ja nicht der Fall. Da könnte man jetzt so Poker-Freundeskreise einführen, wieder so eine Grauzone…